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Betriebszustand und Nutzungsstunden von Mietgeräten fernüberwachen ​

Steht ein vermietetes Gerät beim Kunden, muss der Vermieter häufig das Personal vor Ort kontaktieren oder bis zur nächsten Inspektion warten, um zu erfahren, ob und wie lange es gelaufen ist. Sollen Nutzungsdaten abgeglichen oder Wartungsarbeiten geplant werden, führen verstreute Informationen schnell zu wiederholten Rückfragen.

Ein typisches Szenario in der Gerätevermietung: Wenn die Steuerung Betriebszustand und kumulierte Betriebsstunden bereitstellt, kann der Vermieter vor Ort ein industrielles Smart Gateway anschließen und die erfassten Daten an eine Cloud-Plattform anbinden. Über die zugehörige Cloud-Anwendung können Verantwortliche den Gerätezustand einsehen, ohne jedes Mal direkt am Gerät nachsehen zu müssen.

Steuerungsdaten erfassen und an die Cloud-Anwendung anbinden ​

Als Beispiel dient ein WD1ECS, das über RS485 an eine Steuerung angeschlossen wird. Dieses Modell bietet eine serielle RS232/RS485-Schnittstelle, einen Ethernet-Anschluss und 4G-Konnektivität. Zunächst werden Steuerungsmodell, Kommunikationsprotokoll und verfügbare Datenpunkte geprüft. Nach dem Anschluss der seriellen Leitung werden Gerätetreiber, Kommunikationsparameter und Erfassungsvariablen in der Web-Verwaltungsoberfläche des Gateways eingerichtet. Die Verkabelung ist nur der erste Schritt: Anschließend gleicht der Techniker Betriebszustand und kumulierte Betriebsstunden mit der Anzeige vor Ort ab und prüft Bedeutung, Einheiten und Aktualisierung der Werte.

Danach werden die 4G-Verbindung und die Datenübertragung per MQTT oder HTTP/HTTPS eingerichtet. Dazu gehören Zieladresse, Zugangsdaten und Empfangsvorgaben der Cloud-Plattform sowie die Zuordnung von Gerätekennungen und Datenfeldern zum Datenmodell. Erst nach Einrichtung von Empfang und Anwendung auf Plattformseite können Verantwortliche die Daten per Smartphone oder Computer abrufen. Die in der Grafik gezeigten Gerätearten sind Anwendungsbeispiele; nicht jeder Kompressor, Generator oder jede Baumaschine stellt dieselben Daten bereit.

Architektur zur Fernüberwachung vermieteter Geräte

Das Gateway übernimmt die Erfassung und Übertragung der Daten vor Ort. Speicherung, Überwachungsansichten und betriebliche Auswertungen stellt die angebundene Cloud-Plattform samt Anwendung bereit. Allein durch den Anschluss des Gateways entstehen diese Funktionen nicht automatisch.

Zustände und Aufzeichnungen prüfen statt wiederholt nachzufragen ​

Nach der Anbindung der Anwendung können Verantwortliche den Betriebszustand per Smartphone oder Computer abrufen, statt beim Personal vor Ort nachzufragen. Stellt das Gerät Nutzungsstunden bereit, kann die Cloud-Anwendung die Werte speichern, damit beide Seiten die Aufzeichnungen abgleichen können. Wie diese für die Mietabrechnung verwendet werden, bestimmen die jeweiligen Geschäftsregeln.

Sollen Wartungsarbeiten anhand der Betriebsstunden geplant oder Wartungsteams bei vom Gerät gemeldeten Auffälligkeiten benachrichtigt werden, müssen entsprechende Regeln in der Cloud-Anwendung eingerichtet werden. Gegebenenfalls ist dafür zusätzliche Entwicklung oder Integration nötig. Das Gateway liefert lesbare Gerätedaten, ersetzt aber weder Benachrichtigungen und Berichte noch die Bearbeitungsabläufe der Anwendung.

Datenfluss und Zuständigkeiten der Cloud-Anwendung

Vor der Anbindung klären ​

  • Welche Schnittstellen, Protokolle und Datenpunkte sind zugänglich? Ein von der Steuerung gelieferter Stundenzähler ist von einer separat zu definierenden Berechnung der Betriebsstunden zu unterscheiden.
  • Sind Stromversorgung, serielle Verkabelung, 4G-Abdeckung und Cloud-Verbindung geeignet? Beim Abruf ist der Zeitstempel zu beachten, damit alte Werte nicht als aktueller Zustand gelten.
  • Sind Datenempfang, Zuordnung der Gerätekennungen, Speicherung und Leseberechtigungen auf der Plattform eingerichtet? Wartungshinweise, Störungsmeldungen und Berichte erfordern Konfiguration oder Entwicklung und Integration.
  • Sind Aufbewahrungsdauer, gemeinsamer Datenabgleich und Mietregeln vereinbart? Diese Lösung dient der Anzeige und Aufzeichnung, nicht dem Fernstart oder Fernstopp.

Gemeinsame Datenbasis für die Wartungsplanung ​

Für Vermieter und Wartungsteams, die vermietete Geräte laufend im Blick behalten möchten, führt diese Lösung lesbare Daten vom Einsatzort in einer gemeinsamen Anwendung zusammen. Statt jedes Mal anzurufen oder Werte vor Ort abzuschreiben, prüfen Verantwortliche zunächst Zustand und Aufzeichnungen. Danach entscheiden sie, was vor Ort noch bestätigt werden muss und welche Schritte folgen. Das Gateway stellt die Daten bereit; die Cloud-Anwendung macht daraus nutzbare Arbeitsinformationen.